Dringender Handlungsbedarf
Posted by Mark | Posted in EDV-Wahnsinn | Posted on 12-03-2010
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Folgende Ausganssituation:
Firma A und unser Unternehmen arbeiten gemeinsam an einem Projekt zusammen, was in der Branche durchaus nicht unüblich und selten ist. Im Vorfeld eines Projektes findet reger Kommunikationsverkehr, auch und vor allem per E-Mail zwischen den Partnern statt. So kam es auch, dass der Chef der Firma A gerne einige Dateien per E-Mail an unsere Leute verschicken wollte. Dies führte unweigerlich Dazu, dass kurze Zeit später mein Telefon klingelte.
“Hier Admin, was kann ich gegen sie tun”
“Schönen guten Tag Herr Admin, wir haben ein Problem mit dem E-Mail Empfang von der Firma A.”
“Wie äußert sich denn dieses Problem?”
“Der Chef der Firma A (im Folgenden DAC = Dümmster anzunehmder Chef) tobt, wir befinden uns kurz vor einer Angebotsbesprechung und er kann uns die entsprechenden Unterlagen nicht zuschicken, alle anderen würden es aber problemlos bekommen.”
“Fehler bitte einmal per Mail zukommen lassen, ich schau mir das dann mal an.”
Gesagt, getan. Kurze Zeit später trudelte die Fehlermail, die der werte Herr DAC beim Versand bekam bei mir ein und gab wie erwartet Aufschluss über die Problematik: “Message exeeds size limit“.
Darauf hingewiesen, dass seine Ahnänge für unseren Mail-Server zu groß seien, bekam ich allerdings nur die Information, er verstehe von dem Kauderwelsch nichts, ich solle mich doch bitte mit der IT-Abteilung seines Unternehmens kurzschließen und das Problem möglichst schnell beheben. *KLACK*
Okay, ich schnappe mir also die Telefonnummer und bimmel mal bei dem EDV-Menschen durch.
“Hallo?”
“Administratus der Schreckliche von Firma XY am Apparat, ihr Chef hat mich auf sein Email-Problem hingewiesen und wollte, dass ich mich mit Ihnen kurzschließen”
“Ah, Firma xy, ja, wo liegt denn das Problem da bei euch?”
“Ganz einfach: Ihr Chef versucht horrende Dateimengen per E-Mail Anhang zu versenden, die unser Exchange-Server natürlich aufgrund der Größenbeschränkung abweist. Ich schlage vor, ihrem Chef klarzumachen dass das so nicht geht und ihm zu zeigen, wie er die Dateien verkleinern, splitten o.Ä. kann.”
(Auf Bestätigung und übliche Lästereien über die User warten)
“Wieso habt ihr ne Beschränkung drin???”
“Äh, bitte was?”
“Wieso habt ihr ne Größenbeschränkung??”
“Weil bei Mitarbeiterzahlen im 4-stelligen Bereich ein Mail-Server schnell mal in die Knie geht, wenn User versuchen ganze CDs und DVDs zu versenden, und wenn sie könnten, würden sies, glauben Sie mir!”
“Achso? Wir haben keine drin.”
“Ahja… Wie gesagt, wir gedenken nicht diese schon großzügige Beschränkung noch nach oben zu verändern, sodass Sie sich bei weiteren Mails nach diesem Limit richten müssten. Geben Sie das bitte weiter und erklären Sie ihren Usern bitte, wie sie diese Probleme umgehen können.”
“Geht klar. Bis dann”
An dieser Stelle könnte der Fall abgeschlossen sein. Könnte. Denn noch am selben Tag bekam ich von etwas höherer Stelle bei uns im Haus eine Mail vom Chef der Firma A weitergeleitet, in der er sich beschwert und nach selbst durchgeführter fachkundiger Analyse zu dem Schluss kommt, dass in unserer EDV-Struktur dringender Handlungsbedarf bestehe. Der weiterleitende Kollege fand das allerdings eher lustig, was sich der angehende EDV-Profi (“ich verstehe von dem Kauderwelsch nichts”) da zusammengereimt hat, und hält mich seitdem über E-Mail-Wortgefechte zwischen den beiden auf dem Laufenden, von denen es vll auch das ein odere andere hierher schaffen wird





