Auch und gerade in der EDV-Branche ist stetige Weiterbildung ja ein enorm wichtiges und hochkomplexes Thema. Wo sonst ist ein hochaktuelles Thema wenige Tage später schon völlig veraltet und der Informationsfluss so intensiv wie in diesem Bereich. Es vergeht kaum ein Tag ohne Neuerungen, Neuigkeiten und Veränderungen, die auch wirklich interessant und vor allem relevant sind. Die Weiterbildungsangebote in dieser Sparte sind auch deshalb vielfältig und kaum überschaubar. Vor allem sind die meisten aber auch eines: teuer.
Auch ich habe mir in letzter Zeit sehr viele Gedanken über meine beruflichen Ziele und deren Verwirklichung gemacht. Das Ergebnis war denkbar einfach: Stagnation heißt Rückschritt! Sprich: Wer sich in diesem Beruf oder in dieser Branche nicht weiterentwickelt, fällt längerfristig durch das Raster und kann mit aktuellen Anforderungen schon bald nicht mehr mithalten. Aufgrunddessen sondierte ich die sich mir bietenden Möglichkeiten; vor allem nach meinen persönlichen Vorstellungen.
Wichtigstes Kriterium war für mich dabei, auf keinen Fall die Arbeitsstelle vernachlässigen oder kündigen zu müssen, alleine um laufende Ausageben und eben diese Weiterbildung finanzieren zu können. Als “Grundlage” für alles weitere eignet sich deshalb meiner Meinung nach ein Fernstudium für meine Bedürfnisse. Schließlich habe ich seinerzeit direkt nach dem Abitur meine Ausbildung zum Fachinformatiker begonnen, ohne auch nur einmal einen Hörsaal von innen gesehen zu haben. Diese Möglichkeit eines Studiums möchte ich nun allerdings nicht einfach ohne weiteres verstreichen lassen und machte mich deshalb auf die Suche nach einer geeigneten Fakultät.
Fündig wurde ich schnell und zwar bei der Fakultät für Mathematik und Informatik in Hagen. Diese bieten in Vollzeit- sowie Teilzeit-Fernstudien Bachelor- als auch Masterstudiengänge der verschiedensten Richtungen an, unter anderem eben auch Informatik. An dieser Stelle kommt ihr ins Spiel!
Mein Ablaufplan sieht zunächst einmal den Bachelor of Science Informatik vor, um im Anschluss, vorausgesetzt ich schaff das Ganze mit der Doppelbelastung, den Master of Science noch dranzuhängen. Nun stellt sich aber die entscheidende Frage: Vollzeit- oder Teilzeitstudium bzw. ist es möglich neben einem Vollzeitjob ein Vollzeitstudium zu bewältigen? Der Unterschied dabei: 6 Jahre oder 3 Jahre bis zum Bachelor-Abschluss. 6 Jahre sind für mich subjektiv eine zu lange Zeit, die ich nicht alleine in ein Bachelor-Studium investieren möchte. Die Kosten bleiben gleich (so weit ich weiß ca. 1800€ für den Bachelor).
Die Meinungen im Internet gehen diesbezüglich weit auseinander und raten in so einem Falle eher dazu, sich Teilzeit einzuschreiben, die Kursbelegung dann aber nach eigenen Wünschen und Vollzeit zu gestalten – ist ja möglich. In diesem Fall könnte man Kurse, die einem zu viel werden, problemlos auf ein anderes Semester verschieben. Ohne Zusatzkosten und das bis zu 7 Mal. Deshalb erachte ich dies momentan für die beste Lösung, möchte aber unbedingt eure Meinung dazu hören. Vielleicht findet sich ja auch jemand mit Erfahrung in diesem Bereich? Zur Veranschaulichung und Zum Vergleich hier einmal Beispielstudienpläne direkt angeboten von der Uni:
Man sieht die himmelweiten Unterschiede auf den ersten Blick. Ich denke meine oben aufgeführte Variante wird es letztendlich schon werden. Über die einzelnen Module mache ich mir am Wochenende in einer freien Minute dann einmal Gedanken, da gibt es so einige interessante Sachen, die mir prompt ins Auge gesprungen sind
. Wie sind eure Meinungen dazu? Realistisch oder Wahnsinn? Eure eigenen Erfahrungen? Ich bin auf die Kommentare gespannt.











Du hast ne Studimail diesbezüglich. ^^
Moin,
ich hab selber studiert, aber nicht fern sondern vor Ort. Und da kann ich Dir nur empfehlen, das Teilzeit durch zu ziehen.
Denn man darf nicht vergessen, dass jede Note zählt und auch in Deinem Abschluss drin steht. Da sollte man sich keine halben Sachen leisten.
Gruß Carsten
Hi Carsten,
danke dir für deine Einschätzung! Ich werde auf jeden Fall in Teilzeit studieren, da ich auch da die Module wählen kann wie es mir beliebt, und somit im Bestfall auch in 6 Semestern abschließen könnte.
Auch die Prüfungen für die Module kann ich legen wie ich möchte wie ich erfahren habe, da ich mich dazu gesondert anmelden muss. Außerdem hat man mehr Zeit für Abschlussarbeiten, wenn ich das richtig verstanden hab?
Hat also nur Vorteile. Bafög kann ich sowieso vergessen und auch ne studentische Krankenversicherung erübrigt sich eh. Das sind die einzigen Unterschiede zur Vollzeit wenn ich das richtig mitbekommen habe.
Unsere Nachbarin studiert auch an der Fernuni Haagen. Ich denke auch Teilzeit (bin mir aber nicht sicher), denn sie macht es ja auch neben dem normalen Job. Den hat sie aber nach 2 Jahre oder so nun auf 30 Stunden in der Woche runter gefahren, weil alles zusammen einfach auch zu viel wurde.
Deswegen: Teilzeit würde ich persönlich vorziehen. Ist zwar ne lange Zeit aber trotzdem, jede Note zählt.
Ich hatte nur ein einfaches BWL Fernstudium eingeschoben und da haperte es manchmal schon extrem mit der Zeit, so dass das Studium immer eine Zeit lang ruhte und aus meinem ersten Ziel (das ziehe ich in Rekordzeit durch) nicht viel wurde
Ich hab vor meinem Berufsleben Informatik studiert und dann vor 6 Jahren oder so bei der FOM ein FH-BWL-Studium drangehängt. Das ist mit einem Tag Vorlesung (Samstag) gewesen, ganz virtuell hätte ich es nicht geschafft. So hat man Arbeitsgruppe, Vorlesungen, und man kommt mit, weil man sich immer wieder damit auseinandersetzen _muss_.
2 von den 4 Jahren hab ich meine Arbeitszeit auf 80% reduziert, weil ich es sonst nicht geschafft hätte. Meine Partnerin hat mit mir zusammen studiert und irgendwann muss man ja auch noch seinen Haushalt etc. machen.
Allerdings bin ich beruflich auch ziemlich eingespannt, viel unterwegs und sicher keine 40-Stunden-Stelle….
Ich kann nur dazu raten, mit dem Arbeitgeber zu reden – er _muss_ einer Teilzeitstelle zustimmen, aber man kann ihn ja überzeugen und vielleicht zahlt er sogar was dazu?
Mir geht es bisher noch nicht wirklich anders als dir. Ich habe direkt nach meinem Fachabi die Ausbildung zum Fachinformatiker angefangen und stecke gerade mitten drin. Selbst hab ich mir auch schön öfters Gedanken gemacht, ob für mich nach dem (hoffentlich) erfolgreichen Abschluss ein Studium interessant wäre, oder nicht. Und wenn, ob halt Voll oder Teilzeit. Ich würde dir, so wie du es schon machst, raten, das ganze in Teilzeit zu machen. Denn es wird Momente geben, in denen man doch mal etwas Freizeit haben möchte und die ist bei einem Vollzeitstudium neben dem Beruf sicherlich nicht mehr gegeben.
Danke für euren zahlreichen Tipps und Antworten
Mein Entschluss in Richtung Teilzeistudium steht fest, haben mir ja auch alle geraten. Ich werde anfangs wie gesagt zunächst die Module nach Vollzeitplan wählen, um zu sehen, wie gut ich den Belastungen standhalte. Sollte das zu viel werden (wovon ich ausgehe), kann ich diese Module immer noch nach hinten verschieben und dann erledigen, wenn ich mehr Zeit dazu habe.
Das Gespräch mit meinem Arbeitgeber in Richtung finanzielle Unterstützung werde ich auch noch einmal suchen, wie Kochessenz ja schon geschrieben hat. Eine Teilzeitstelle möchte ich allerdings nicht in Kauf nehmen, sondern zunächst versuchen das Studium wirklich konsequent neben dem Vollzeitjob zu bewältigen.
Sollte das nicht klappen, kann ich ja immer noch den ein oder anderen Schritt in diese Richtung tun. Vielen Dank auf jeden Fall erstmal
Erstmal: Hut ab vor deiner Entscheidung. Was soll denn der ganze Spaß kosten und an welcher Fernuni machst du es denn ?
Danke
Der Bachelor sollte um die 1800-2000 € kosten, und der Master zusätzlich noch einmal 400-600€, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Durchführen werd ich das ganze wie im Artikel geschrieben an der Universität in Hagen, da diese Fakultät für Mathematik und Informatik und gleichzeitig sehr bekannt für die Nicht-Präsenz-Studiengänge ist.