Umzug zu Chrome leicht gemacht

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Posted by Mark On Juni 9, 2010 4 COMMENTS

Und es reimt sich sogar fast ;) . Aber zum Thema: Momentan mutiert der Umstieg von Firefox auf Googles Hochglanz-Browser Chrome zu einem regelrechten Hype. Selbst alteingesessene Feuerfuchs-Jünger weichen von ihren Prinzipien ab und geben sich den Vorzügen des neuen Google Browsers hin. Doch was genau bewegt die User dazu und was sind diese eben genannten Vorzüge? Was hat Google Chrome also, was Firefox nicht hat?

Für mich steht in erster Linie die Performance beim Browsen. Der Firefox ist da mit Sicherheit nicht der schlechteste Browser, aber gerade in Sachen Javascript und dessen Verarbeitung verhält sich Chrome unschlagbar. Ein weiterer Punkt ist die Usability. Auch hier hat der Google-Browser meiner Meinung nach dem Konkurrenten von Mozilla einiges voraus. Die Bedienung geht leicht von der Hand und gewünschte Features lassen sich leicht erreichen. Ganz entscheidend für mich waren letztendlich aber auch Probleme mit dem Firefox an meiner Entscheidung beteiligt. Immer wieder kam es zu unerklärlichen Abstürzen, gerade beim Arbeiten über einen Proxy-Server.

Auch ich kam deshalb vor nicht all zu langer Zeit an den Punkt, an dem ich einen Wechsel für beschlossene Sache erklärte. Heute ist der Tag gekommen, an dem ich diesen Plan in die Tat umsetzen, gleichzeitig aber viele Fehler vermeiden und Lücken von vornherein schließen möchte. Dies macht einem die aktuelle Version von Chrome nicht wirklich schwer, denn hier wurden bereits viele bedenkliche Mängel der Vorversionen ausgemerzt.

So benutzt Google keine eindeutige ID mehr für jeden einzelnen Browser, die sie damals angeblich nur zur Überprüfung der Verbreitung ins System integriert hatten. Auch der Google Updater, der in früheren Versionen noch für Ärger unter Usern aufgrund seines automatisierten Handelns sorgte, befindet sich nicht mehr standardmäßig im Autostart sobald man Chrome installiert.

ACHTUNG!: Bei einem Update von einer alten Version können diese Punkte allerdings noch der Fall sein. Dann sollte man zunächst die ID entfernen, die sich unter C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Lokale Einstellungen\Anwendungsdaten\Google\Chrome\User Data bzw. unter C:\Users\Benutzer\AppData\Local\Google\Chrome\User Data, in der Datei “user_experience_metrics” unter dem String “client_id” verbirgt. Den Updater deinstalliert man manuell, oder geht über Start -> Ausführen -> msconfig -> Systemstart in die entsprechende Einstellung und entfernt den Haken, damit das Programm nicht mehr beim Hochfahren des Systems mit gestartet wird.

 

Jetzt geht es los!
Nachdem man sich einen Wechsel also gründlich überlegt hat und zu dem Entschluss gekommen ist, dass es wirklich dazu an der Zeit ist, beginnen wir mit der Installation. Dazu installiert man das entsprechende Paket einfach von dieser Seite und führt es aus. Beim ersten Start übernimmt Google Chrome dabei auf Wunsch schon das Importieren sämtlicher Einstellungen aus dem Firefox. Zwar sind einige Lesezeichen bei mir nicht mehr richtig bezeichnet, das lässt sich aber ganz schnell wieder in Ordnung bringen.

 

Erweiterungen und Einstellungen

Wer es gründlicher machen möchte, oder zusätzlichen noch einen Rechner mit dem Firefox besitzt, nimmt zur Synchronisation die Xmarks-Erweiterung, die sämtliche Browserarten miteinander synchronisieren kann. Wer ausschließlich den Chrome-Browser nutzt kann dies auch mit der vorinstallierten Google-Sync-Funktion bewerkstelligen, dazu braucht man nur ein Konto bei Google.

 

Wichtig war mir auch eine Twitter-Integration in den Browser, da ich dafür keine separate Anwendung oder Website nutzen möchte. Dafür installierte ich das Chromed Bird-AddOn, das im Vergleich zur Echofon Erweiterung des Firefox unerwartet gut abschneidet: Übersichtliche Gestaltung, riesiger Funktionsumfang. Einziger kleiner Minuspunkt ist allerdings, dass erhaltene Tweets nicht als ungelesen angezeigt werden, wenn der Browser nicht läuft. Das heißt: Tweets die eingehen, wenn der Rechner aus ist oder der Browser nicht läuft, werden scheinbar nicht als neu angezeigt. Das stört momentan etwas, aber vielleicht gibt es dafür eine ganz simple Lösung, die ich nur noch nicht gefunden habe.

 

Auch eine sehr praktische Sache ist die Integration des Googlemail-Kontos in die Symbolleiste. Hier gibt es momentan 2 Ausführungen von AddOns. Der GoogleMail Checker zeigt lediglich die Anzahl der ungelesenen Elemente und öffnet bei einem Druck auf den Button das Googlemail-Konto in einem neuen Tab. Der GoogleMail Checker Plus sieht auf den ersten Blick identisch aus, zeigt aber auf Knopfdruck die ersten Elemente des Posteingangs an, und bietet die Möglichkeit eine Vorschau anzusehen, Die E-Mails zu lesen, löschen, archivieren oder als Spam zu markieren.

 

Eine weitere sinnvolle Funktion bietet das AddOn mit dem passenden Namen Downloads. Heruntergeladene Dateien werden in Chrome standardmäßig nur in einer kleinen Leiste am unteren Rand eingeblendet. Die Übersicht muss umständlich über das Menü geöffnet werden. Diese Erweiterung platziert einen Download-Button in der Symbolleiste, die einen direkt ohne Umschweife zu dieser Übersicht bringt. Auf Dauer und als Viel-Runterlader ein Muss!

 

Zu guter Letzt habe ich dann noch den ebenfalls aus dem Firefox bekannten AdBlocker installiert, der nervende Werbung ganz einfach ausblendet. Um den Kritikern direkt zuvorzukommen: Auf Blogs erlaube ich das Anzeigen von Werbung generell, wenn der Betreiber es nicht offensichtlich übertreibt. Das Plugin soll mich lediglich vor nervigen Layer-Ads und Co. schützen, die einfach nur nervig sind.

Fazit
So ausgestattet steht dem täglichen Browservergnügen zunächst einmal nichts mehr im Wege. Alle Funktionen des Feuerfuchses finde ich nun auch in Chrome und bin gleichzeitig um einiges schneller im Netz unterwegs. Ich bin froh diesen Schritt getan zu haben, aber wie steht ihr dazu? Lieber noch Firefox, oder ganz anderen Browser?

 


 

4 Responses so far.

  1. sev sagt:

    Hi Mark,

    ganz ehrlich: du solltest dir mal Opera anschauen. Der ist noch schneller und hat auch alles… braucht aber keine Plugins. (Und dabei ist der kleiner und verbraucht auch weniger Speicher)…

    Ja.. ich weiß… wir Opera-Jünger sind schon lästig :-)

    Achja: Opera gilt aktuell als schnellster Browser der Welt (vor Safari, Firefox und Chrome)

    • Mark sagt:

      Hallo Sev,

      ich kenne Opera und hatte den auch eine ganze Weile als Standardbrowser. Nur irgendwann erschien mir auch dieser zu umständlich.

      Das passiert mir scheinbar bei allen Browsern, wie jetzt eben auch mit dem Firefox ^^

      Mal sehen wie lange sich der Chrome halten kann, ich geb ihm jedenfalls (erstmal) eine reelle Chance sich zu beweisen, und wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann zurück zu Opera? ;)

  2. CONeal sagt:

    Also ich kommt mit meinem Feuerfuchs sehr gut klar, denke auch nicht an einen Wechsel, aber dein Artikel hat mich neugierig gemacht. Ich denke ich werde Chrome mal zum Test installieren.

  3. Andreas sagt:

    Ich werde auch mal schauen…

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