In Teil 4 meines Bau-Tagebuches geht es heute um die Rail, also den äußeren, hochgestellten Ring des Pokertisches, auf dem man beim Spielen die Arme ablegt. Dafür musste ich zunächst noch einen Lichtschlauch besorgen, der beim letzten Mal nicht mit im Einkaufswagen landete. Zum Glück gabs noch weihnachtliche Überreste beim lokalen Alleshaber, aus denen ich dann einen 9 Meter LED (wichtig, wird nicht warm!) Lichtschlauch gegen Bares entführte.
Zuerst haben wir dann auch hier wieder die beiden Hälften des Rahmens mit Hilfe von Metallscheiben verbunden. Daraufhin musste der Nubuk-Stoff in passende Streifen geschnitten, vorsichtig gebügelt und bereits einseitig befestigt werden. Nach der Montage auf dem Tisch ist ein Tackern von unten ja nicht mehr ohne weiteres möglich. Zusätzlich haben wir bei der Befestigung des Stoffes an der Unterseite kleine Sperrholzleisten angebracht, die das Plexiglas später abstützen sollen. Außerdem musste die Plexiglas- und Sperrholzplatte, sowie die Keile zum Hochsetzen zugesägt werden. Plexiglas sägt man übrigens auch mit der Stichsäge und einem feinen Sägeblatt am Besten, habe ich lange rumprobiert!
Dann ging es daran, die Abstandskeile in möglichst gleichmäßigen und für Stabilität sorgenden Abständen an der Tischplatte anzubringen. Die genaue Verteilung sieht man auf dem ersten nachfolgenden Bild. Befestigt wurde jeder mit 2 Schrauben von unten durch die Tischplatte. An diese Keile wurde dann innen der LED-Lichtschlauch angebracht. Dazu habe ich einfach jeweils 2 Nägel etwas schräg als Führüngsschiene in die Keile gehauen. In den Ecken hab ich zusätzlich an der Rückseite des Schlauches noch doppelseitiges Klebeband verwendet, damit dieser nicht mehr herausrutschen kann. Als dieser dann genau 2 mal herumgelegt wurde (Bild 2 u. 3), konnte der obere Rahmen aufmontiert werden (Bild 4). Dazu einfach mit einigen Nägeln in die Keile fixieren.
Als nächstes waren dann die Plexiglasstreifen an der Reihe. Diese wurden einfach unter den Rahmen gegen die entsprechenden dafür angebrachten Leisten gedrückt und an den Biegestellen mit winzigen Goldnägelchen befestigt. Daraufhin musste die Innenfläche, also die Spielfläche eingelegt werden. Hier kommen wir jetzt zu dem was ich in vorangegangenem Artikel schon erwähnt habe: Besser erst den Rahmen und dann die Innenfläche machen, denn diese passte nicht mehr rein. Das Plexiglas ließ sich in den Ecken nicht so stark biegen, wie die Kanten der Innenfläche es benötigt hätten. Also haben wir alle Ecken einzeln noch einmal vom Stoff befreit, angezeichnet, nachgebessert und wieder neu bespannt.
Danach haben wir die nun passende Spielfläche eingelegt und das Plexiglas von Außen nach Innen an der Unterseite durch Nägel mit der Spielfläche verbunden. Abschließend mussten dann nur noch die Sperrholz-Leisten als Verkleidung außen angebracht werden.
Und das ist der momentane Stand des Tisches, es fehlt nur noch die Polsterung und Bespannung auf der Rail, die ich sicherlich am Wochenende noch vollenden werde. Außerdem werde ich die Innenfläche noch einmal mit ein wenig Wasser und einem Bügeleisen bearbeiten, alleine um eventuell noch eine etwas größere Spannung zu erreichen. Danach sollte der Tisch voll einsatzbereit sein.



















Junge, Junge, Junge. Mit LED´s – dann macht Sonnenbrille aufsetzen ja sogar Sinn ! Und man sieht wie viel noch im whiskey Glas drin ist… top !
sieht sehr gut aus….
Keule, das Ding schreit ja schon fast danach am WE eingeweiht zu werden… Nich übel….!