Heutzutage ist in Zeiten der globalen Vernetzung ja kaum jemand noch nicht in einem sozialen Netzwerk seiner Wahl, mit mehr oder weniger angegebenen Nutzerdaten anzufinden. Auch dass ich nicht der größte Freund von dieser Art der Kommunikationsverstümmelung bin, sollte ein nicht all zu großes Geheimnis sein. Das hat jetzt zwar nicht ausschließlich mit dem sorglosen Umgang in Sachen Datenschutz zu tun, als vielmehr damit, dass manche Leute ihr gesamtes Kommunikationspotenzial auf solche Netzwerke beschränken, und zig Leuten, die es gar nichts angeht oder auch nur im Entferntesten interessiert, ihr gesamtes Privatleben darlegen. Brauch ich nicht, hab mein eigenes, nervt.
Ein Aspekt den viele dabei ganz gerne einmal vergessen ist die Sicherheit. Das soziale Netzwerke Einfallstore für Spam- Phishingattackierer sind, war (zumindest mir) schon vorher klar. Mit ein Grund, warum sämtliche sozialen Netzwerke hier in der Firma für die User blockiert und nicht zugänglich sind. BitDefender fand nun nämlich heraus, das ein neuer Trend dabei ist, die Zahlen dieser schädlichen Übergriffe noch deutlich nach oben zu treiben: Die Game-Applications. Fast jedes Portal bietet mittlerweile eine Vielzahl solcher Applikationen zum Zeit verbrennen noch spaßigerem Gesamterlebnis an. Hier treffen sich befreundete User um sich miteinander zu messen, zusammen zu spielen usw.
Vor allem treiben sich hier aber auch vermehrt Bot-Profile, die Spam und Phishing-Attacken fahren herum. Natürlich setzt der Erfolg solcher Angriffe eine gewisse Blödheit ein gewisses Unwissen oder Unachtsamkeit des Nutzers voraus. Aber gerade hier hat die Hemmschwelle laut den Bedrohungsexperten extrem abgenommen. Innerhalb solcher Applikationen akzeptieren viele scheinbar häufiger unbekannte Profile und User, und sind eher sorglos beim Eingehen auf Freundesanfragen, Kettenmails etc. Zwar haben viele mittlerweile entscheidende Daten aus den Profilen entfernt, oder nur eingeschränkt sichtbar gemacht (nicht wirklich hilfreich), was wenigstens ein kleiner Schritt in Richtung Sensibilisierung in Sachen Privatsphäre wäre. Aber eben diese Sensibilisierung werde durch Spiele wieder zunichte gemacht, geschuldet dem persönlichen Wunsch nach mehr Erfolg, so BitDefender.
Welcher Schaden kann dadurch nun entstehen?
Ich denke das ist den meisten, oft auch jungen Nutzern solcher Plattformen gar nicht bewusst. Vom klassischen Diebstahl der E-Mail Adresse, bis zu den kompletten Nutzerdaten, Account-Daten, Nutzerkennwörtern bis hin zum Unterbringen von Malware zur Kontrolle des Accounts, oder gar des ganzen Computers ist den Cyber-Kriminellen nach oben hin keine Grenze gesetzt.
Deshalb der Appell der Fachmänner: “Diese Tatsache führt Spam über Social-Engineering-Schemata erheblich effizienter an den User heran als jede andere Spam-Form oder jeder Betrugsversuch via E-Mail. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass es sehr einfach ist, die Anwender innerhalb sozialer Umgebungen so auszutricksen, dass sie Spammer ihrer Profil-Liste bereitwillig hinzufügen.” Dem entgegen rate man »allen Social-Gaming-Fans, äußerste Vorsicht walten zu lassen, bevor sie ihren Freundeskreis erweitern.«









Gut, dass du das sagst. Ich hab aber auch schon im Februar mal konsequent alle Spiele auf Facebook gelöscht. Die Mails haben genervt und der Suchtfaktor war mir zu hoch. Also alles löschen, blockieren, die “überflüssigen” Freunde löschen und nun kann ich wieder normal im Facebook “arbeiten”!