Wie ich in einem etwas länger zurückliegendem Post bereits einmal erwähnt habe, wollte ich mir ein neues Hobby zu eigen machen, das mich direkt auf den ersten Blick schon ein wenig fasziniert hat. Die Rede ist von dem Tabletop Spiel Warhammer 40.000. Für alle die, denen dies absolut kein Begriff ist, möchte ich zunächst einmal einen kleinen Einblick in die Thematik geben.
Warhammer ist ein Tabletop-Spiel, das in der Zeit des 41. Jahrtausends spielt. In diesem Universum gibt es mehrere Völker und Stämme, die sich in einem erbitterten Krieg ums pure Überleben untereinander befinden. Jeder Spieler wählt ein solches Volk und erstellt eine Armee aus Miniaturen, um mit Hilfe der Regeln aus dem Warhammer-40.000-Regelbuch epische Schlachten gegen seine Mitspieler auszutragen.
Würfel, Maßbänder und Maßstäbe gehören dabei zum Repertoire, um die Armeen auf der völlig individuell gestaltbaren Spielfläche zu bewegen und über wichtige Trefferentscheidungen zu bestimmen.
Der Einstieg in dieses Hobby gestaltet sich allerdings etwas schwierig, hat man doch zu Beginn weder eine Ahnung von den Völkern, noch von den Regeln und Abläufen. Deshalb führe ich hier nun einmal auf, welche Utensilien ich mir zu Beginn zugelegt habe, welche Vorteile so etwas hat, und wie weit die Arbeiten an den einzelnen Miniaturen fortgeschritten sind.
Das erste Starter-Set
Für den Anfang dachte ich an ein Starter-Set, da man wie bereits erwähnt noch keinen großen Überblick über die einzelnen Armeen und den mit ihnen verbundenen Fähigkeiten und Schwächen hat. Ein solches Set beinhaltet deshalb ein paar Grundformationen 2er Föderationen und bildet durch ein enthaltenes Regelbuch und allem nötigen Spielzubehör den idealen Einstieg in das Spielgeschen. Ich entschied mich dabei für die Sturmlandung auf Black-Reach-Starter-Box.
Darin enthalten sind die Armeen der Space Marines und der Orks, mit den nachfolgendenTruppen, sowie Würfel, Schablonen, Abstandsmesser, Decals und eine schlanke Version des Regelbuches.
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* 1 Space Marine Captain * 10 Taktische Space Marines * 5 Terminatoren der Space Marine * 1 Cybot der Space Marines |
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* 1 Ork-Waaaghboss * 20 Orkboyz * 5 Orkbosse * 3 Ork-Killakoptaz |
Damit hat man schon einmal eine gute Grundlage geschaffen, braucht aber noch Pinsel, Farben, Plastik-Seitenschneider, Plastikkleber usw. Die Farben bekommt man für 3€ oder für 2,70€ im europäischen Ausland bei fast jedem Games Workshop Händler. Games Workshop hat ein ziemliches Monopol was alles rund um Warhammer und das Tabletop angeht, lässt sich preislich aber unterbieten wenn man ein wenig die Augen offenhält. Der oben bereits erwähnte Gwindi-Store bietet ebenfalls nahezu alles rund um das Thema zu etwas humaneren Preisen an.
Nun aber zu den Fortschritten was mein Paket angeht.
Zuallererst muss man die Figuren aus dem “Bogen” heraustrennen, in denen sie befestigt sind. Dazu empfiehlt sich ein kleiner Seitenschneider oder eine sehr kleine Schere. Ganz sauber bekommt man das eh nie hin, weshalb der nächste Schritt das Abfeilen der Überreste an den Schnittstellen ist, um nacher eine gleichmäßige Fläche zu haben. Schleifspuren sind dabei nicht weiter schlimm, da diese spätestens nach dem Grundieren nicht mehr zu sehen sind.
Damit geht es auch direkt weiter, denn dies ist der nächste Schritt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten die Farbe aufzutragen, da es verschiedene Ausführungen der Grundierung gibt. Zuerst muss entschieden werden, ob eher hell oder dunkel grundiert werden soll, um dann zu entscheiden, ob die Farbe per Pinsel oder Spraydose aufgetragen werden soll. Eine Spraydose Chaos Black Grundierung mag etwas teuer erscheinen, erspart einem aber eine Menge Arbeit und Zeit.
Danach beginnt der eigentliche Malvorgang, wozu qualitativ hochwertige Pinsel wirklich von Nöten sind. Ich persönlich nutze dazu Rotmarder-Pinsel in den Größen 5×0, 3×0, 0, 3 und 5. Viele empfehlen auch Pinsel der Marke daVinci. Eine kleine Mehrinvestition an dieser Stelle zahlt sich auf jeden Fall aus, da mit normalen Tuschkastenpinseln kaum akzeptable Ergebnisse zu erzielen sind.
Bei der Farbwahl selbst gaben einige Anleitungsvideos Aufschluss über verschiedene Varianten und Möglichkeiten, letztendlich bleibt es einem aber Größtenteils selbst überlassen wie man die Figuren anmalt. Die Grundtechniken sollte man sich aber definitiv vorher ansehen, da man sonst verwaschene, unschöne Miniaturen bekommt. Wie bei eigentlichem allem heißt es aber auch hier: Übung macht den Meister. Die ersten Minis sehen meist katastrophal aus, werden mit der Zeit aber immer besser. So war es auch bei mir. Ich begann mit den Space Marines und wählte die Unterarmee der Ultramarines, da diese auch in der Black Reach Box vorgesehen waren. Es gibt allerdings auch noch zahlreiche weitere Orden, die durchaus interessant erscheinen. Zunächst hatten wir mäßigen Malerfolg, der sich aber mit der Zeit immer weiter verbesserte, denn die Ergebnisse können sich mittlerweile eigentlich für Erstfiguren ganz gut sehen lassen:
Über den weiteren Verlauf der “Arbeiten” werde ich natürlich weiterhin berichten. Ich hoffe, dass sich bald dann auch einmal die Gelegenheit ergibt, eine erste kleine Runde zu spielen, um sich mit dem Gameplay vertraut zu machen. Wer von euch also noch keine Warhammer Miniaturen sein Eigen nennt, und vielleicht auch Spaß an der Kombination aus Strategiespiel und “Bastel-Hobby” hat, sollte sich Warhammer 40k definitiv einmal näher ansehen.














Wow, wo ich das so sehe, da bekomm ich glatt wieder zu spielen und zu bemalen.
Die Modelle sind echt gut geworden, meine ersten (und ich glaub die weiteren auch) sahen nicht so aus
Freut mich dass dus nun doch geschafft und den Blick in den Feedreader gewagt hast
Noch mehr freut es mich natürlich zu hören, dass du durch den Artikel auch (fast) die Lust an Warhammer wiegergewonnen hast.
Vielen Dank für das Lob, ich warte dann auf deine nächsten bemalten Minis
Kaufen werd ich mir wohl keine Modelle mehr. Auch wenn die neuen Modelle wieder geiler Aussehen, hab ich im Moment kein Geld dafür übrig. Vorallem, wenn sie eh nur verstauben. Hab ja hier in der Umgebung leider niemanden mit dem ich spielen könnte
Hier ist es aber auch schwer Leute zum Spielen zu finden. Ich war bis vor ein paar Jahren begeisterter Mechwarrior: Dark Age Spieler. Hatte hier einen weiteren Spieler gefunden…. – Wahnsinn^^